PlaySafe: Theater, Prävention & Selbstermächtigung


PlaySafe
bedeutet für uns, ein sicheres Theatererlebnis für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dafür haben wir uns in der letzten Spielzeit (2025/26) intensiv mit Awareness und der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Wir wollen unser Haus möglichst angenehm und sicher für viele gestalten und wissen, dass wir uns dafür aktiv einsetzen müssen.

Aktiv sein hat für uns im letzten Halbjahr Folgendes bedeutet:

Wir haben mit dem BKJ zusammengearbeitet und dabei verschiedene Bausteine entwickelt, die unser Haus auch in Zukunft sicherer machen:

Wir haben uns weitergebildet!
Wir wissen, dass Prävention am besten gelingt, wenn so viele Menschen wie möglich informiert sind und Verantwortung übernehmen können. Wissen ist ein wichtiger erster Schritt dafür. Deshalb konnten sich alle Mitarbeitenden zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt weiterbilden.

Wir haben Kunst geschaffen! Als Theater kommunizieren wir am liebsten durch die Kunst selbst! Mit der Inszenierung von Riccarda Russo von Erinnerungen eines Mädchens (Annie Ernaux) haben wir unsere eigene Sprache entwickelt, um junge Menschen für sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren. Dabei wurden wir vom drip Kollektiv inhaltlich begleitet.

Wir haben Jugendliche Besucher*innen einbezogen – Wie geht es den Jugendlichen damit? Die Erfahrung von Theater endet nicht mit der Vorstellung. Stücke wie dieses können noch lange nachwirken. Unser moderierter Reflexionsraum hat Jugendlichen Besucher*innen die Möglichkeit gegeben, sich nach dem Stück – oder bei Bedarf auch währenddessen – zurückzuziehen, in einem sichereren Rahmen zu reflektieren und ihre Erfahrungen zu teilen.

Dazu haben wir Begleitmaterialien entwickelt, die auch Lehrer*innen dabei unterstützen, über das Thema zu sprechen und die Erfahrungen aus dem Theaterbesuch gemeinsam mit den Jugendlichen weiter zu reflektieren.

Wir haben Veränderungen angestoßen! Wir haben Konsequenzen gezogen: Das Wissen und die Erfahrungen aus den ersten drei Bausteinen lassen wir schließlich in verbindliche Dokumente einfließen. Sie unterstützen uns dabei, mit unterschiedlichen Formen von Diskriminierung und Gewalt umzugehen.

Das Awareness-Konzept hilft uns, Diskriminierung möglichst frühzeitig zu erkennen und ihr entgegenzuwirken. Gleichzeitig gibt es uns Handlungsmöglichkeiten, um betroffene Personen in konkreten Situationen angemessen unterstützen zu können.

Das Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt hingegen fokussiert die spezifischen Merkmale dieser Gewalt an Kindern und Jugendlichen und gibt uns hierfür ebenso Präventions- wie Interventionsmöglichkeiten. Beide Konzepte werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Unser Projekt haben wir auf der Start2Act-Konferenz 2026 vorgestellt. Im Anhang findet ihr das von uns gestaltete Poster, das auf der Veranstaltung als Gesprächsgrundlage diente.

Ihr habt Lust, euch mehr mit dem Thema zu beschäftigen? Dann schaut euch Erinnerungen eines Mädchens an.    

Das Projekt wurde vom BKJ gefördert und ist Teil des Programms Start2Act.

Projektleitung: Andrea Tedone

Inhaltliche Mitarbeit: Yaël Koutouan, Chrissi Sauer, Moritz Tölle

Kooperationspartner*innen: drip Kollektiv, Initiative Feministischer Zirkus

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