Jugend ohne Gott
in einer Bearbeitung von Markolf Naujoks nach dem Roman von Ödön von Horváth
Nominiert für den Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreises 2025
Ein rassistischer Satz in einem Schulaufsatz. Kaum will sie den Rotstift ansetzen, stockt sie. Hat sie das nicht schon einmal im Radio gehört? Sie lässt den Satz also stehen, denn was einer im Radio redet, darf keine Lehrerin im Schulheft streichen. Und während sie weiterliest, hört sie immer das Radio: es heult, es bellt, es girrt, es droht – und die Zeitungen drucken es nach, und die Kinder, sie schreiben es ab ...
Inmitten des weltweiten Aufstiegs rechter Parteien gewinnt Horváths Roman erschreckende Relevanz. Regisseur Markolf Naujoks wirft einen schonungslosen Blick auf eine Gesellschaft im Wandel und stellt die Frage nach der individuellen Verantwortung in einer Zeit, in der Werte eines friedlichen Zusammenlebens bedroht sind.
Dauer 120min. inkl. Pause
Bei dieser Inszenierung kommt Stroboskoplicht zum Einsatz.
Hier finden Sie die Content Notes (Inhaltshinweise) zum Stück.
Pressefotos zum Download finden Sie hier.
Besetzung Janine D’Aragona, Peter Stephan Herff
Inszenierung, Bühne & Musik Markolf Naujoks
Video & Kostüm Theda Schoppe
Dramaturgie Anna Stegherr
Theaterpädagogik Sterica Rein
Produktionsleitung/Bühnenbau: Michael Abrazzo Blattmann
Technik Jonny Angrés, Jakob Beckers, Aaron Gawlinksi, Clara Nikodemus, Dietrich Schuckließ, Carsten Wietheger
Regieassistenz Aybüke Kara, Kian Najarajampour
Ausstattungsassistenz Julia Cyrus, Ella Wiesenhöfer
Schüler-Stimmen Aybüke Kara, Kian Najarajampour
Dauer: ca. 2 Stunden incl. Pause
Termine
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Auf Tour
Di. 03.11.2026 in Wolfenbüttel
Mi. 17.02.2027 in Itzehoe
Touranfragen:
Theresa Koster
0221 888 77 315
theresa.koster@comedia-koeln.de
Das Stück „Jugend ohne Gott“ spielt in der Nazi·zeit.
Kurz nachdem Hitler an die Macht gekommen ist.
Also in den Jahren zwischen 1934 und 1936.
In einem Schul·aufsatz steht ein rassistischer Satz.
Ein Satz, der Schwarze Menschen abwertet.
Die Lehrerin überlegt:
Kann sie diesen Satz mit dem Rot·stift anstreichen?
Hat sie solche Sätze nicht auch schon im Radio gehört?
Und was bedeutet das dann?
Viele Menschen glauben den politischen Ideen der Nazis.
Sie lesen davon in der Zeitung.
Und die Kinder schreiben es ab.
Auch 2026 glauben wieder viele Menschen den politischen Ideen rechter Parteien.
Darum ist der Text von Ödön von Horváth auch heute wieder aktuell.
Regisseur Markolf Naujoks hat den Text fürs Theater bearbeitet.
Er schreibt über die Veränderungen in unserem Zusammen·leben.
Unser friedliches Zusammen·leben ist bedroht.
Was bedeutet das für uns?
Wer übernimmt Verantwortung?