Hera Lind: Erhobenen neuen Hauptes

Hera Lind stellt neuen Roman über die Holocaust-Überlebende Tamar Dreifuß vor
Hera Lind: Erhobenen neuen Hauptes

In ihrem neuen Roman erzählt Hera Lind die bewegende Lebensgeschichte von Tamar Dreifuß, einer Holocaust-Überlebenden, die als Kind die Shoah überlebte und sich trotz unvorstellbarer Verluste ein neues Leben aufbaute. Mit großer Empathie und sorgfältiger Recherche schildert sie das Leben einer Frau, deren Schicksal stellvertretend für viele Überlebende steht und gleichzeitig einzigartig ist: Als die Nationalsozialisten Litauen besetzen, versuchen ihre Eltern, die kleine Tamar durch ein Versteck unter falschem Namen zu retten. Nach Jahren von Verfolgung, Ghetto, Deportation und Flucht kämpfen Mutter und Tochter gemeinsam ums Überleben. 

Tamar Dreifuß, die bis zu ihrem Tod im Oktober 2025 in Köln lebte, hat sich unermüdlich als Zeitzeugin, Pädagogin und Autorin für die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus eingesetzt und prägte mit ihrer Arbeit die Kölner Erinnerungskultur nachhaltig. Mit ihren Zeitzeugengesprächen an Schulen und öffentlichen Einrichtungen leistet sie einen unschätzbaren Beitrag zur historischen Bildung und zum gesellschaftlichen Dialog. Für ihr Engagement wurde sie vielfach gewürdigt.

Gemeinsam mit ihren Kindern Iris Hagedorn und Raphael Dreifuß sowie Bestsellerautorin Hera Lind spricht die Kulturchefin des Kölner Stadtanzeigers, Anne Burgmer, über Erinnerungen, Familiengeschichte, Verlust, Überlebenswillen und die nachfolgenden Verantwortungsgenerationen. Ein Abend über Mut, Menschlichkeit und die Kraft, auch nach schwersten Verlusten erhobenen Hauptes weiterzuleben. Musikalisch begleitet wird der Abend vom A-cappella- Gesangtrio Klangkunst.

Termin

Do. 12.11.2026 um 19:00 Uhr

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